Jörg Fischer
Jörg Fischer


Fach: Schlagzeug
E-Mail: joerg@musiklehrernetzwerk.de
Telefon: 06 11 / 7 10 25 26
Web-Seite: Jörg Fischer bei Artist Wiesbaden

Zu meiner Unterrichtstätigkeit:

Es gibt die Maxime, dass Unterricht den Lehrer so schnell wie möglich überflüssig machen sollte. Demgemäss versuche ich, den Schüler in seinem Interessenbereich (Rock/Pop, Jazz, Heavy Metal, Tanzmusik etc.) fit genug zu machen, dass er (oder sie) langfristig fähig wird, Fragen zur betreffenden Stilistik selbständig zu lösen.

Am Anfang steht dabei in jedem Fall das Erlernen von Noten sowie das Beherrschen grundlegender Rhythmen (mit 8teln, 16teln, Triolen, später auch Sextolen… und wenn’s sein muss auch Quintolen, Septolen… ;o).
Ich beginne im Unterricht in der Regel recht früh, neben der intensiven Beschäftigung mit der kleinen Trommel das Spiel auf dem ganzen Drum Set einzubeziehen (erste Rockgrooves und Fill-ins). Also: je früher ein Schlagzeug zum Üben vorhanden, desto besser - da bin ich allerdings flexibel.
Sobald einfache Abläufe am Drum Set erlernt sind, spiele ich im Unterricht gerne Stücke im Duett (Schlagzeug + meist Keyboard). Das ermöglicht dem Schüler erste nützliche Erfahrungen im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten zu sammeln.
Wenn somit grundlegende "schlagzeugerische" Fähigkeiten erworben sind, ist es dem Schüler bereits ermöglicht, stilistische Interessen in den Unterricht einzubringen. Zu diesem Zweck ziehe ich gerne Aufnahmen von geeigneten Stücken heran, die der Schüler auswählt und mitbringt (oder ich schlage ggf. selbst etwas vor). Dabei versuche ich stets zu vermitteln nicht nur, wie etwas gespielt wird, sondern auch, wie eine Spielfigur hergeleitet und entwickelt ist, so dass bei weiterem Interesse der Schüler selbständig in dem entsprechenden Bereich weiterarbeiten und kreativ sein kann.

Ich unterrichte in Wiesbaden (Nähe Hauptbahnhof), derzeit in einem 2-wöchentlichen Turnus.
Nähere Infos bitte über meine oben angegebene E-Mail-Adresse oder per Telefon.

Zu meiner musikalischen Laufbahn:

Mitte der 80er Jahre habe ich begonnen, als Schlagzeuger in Rockbands zu spielen (davon gibt es sogar 2 CDs, siehe unten). Mein Hauptinteresse lag jedoch bald beim Free Jazz, vermittelt durch "aufgeklärte" Rockbands wie King Crimson, Frank Zappa, Captain Beefheart.

Die Möglichkeit, ab 1993 bei Janusz Stefanski in Mainz Schlagzeug zu studieren, führte mich zur intensiven Beschäftigung mit traditionellen Jazzspielweisen. In diesen Jahren habe ich neben verschiedenen Modern Jazz-Bands auch recht traditionell aufspielende Big Bands begleitet (u.a. bei Workshops mit Peter Herbolzheimer).
Highlight bei meiner Tätigkeit als traditioneller Jazztrommler ist sicher die Einladung 2004 zu einer Produktion vom Jazzensemble des Hessischen Rundfunks mit Jazz-Legenden wie Joki Freund, Albert Mangelsdorff, Emil Mangelsdorff, Heinz Sauer, Günter Lenz.

Durch die schnell geknüpften Kontakte zur Wiesbadener Kooperative New Jazz (ARTist im Exil) wurde mein Hauptohrenmerk parallel zunehmend auf improvisierte Musik jenseits des (Free) Jazzigen gerichtet. So habe ich als Trommler schließlich jahrelang der Rockmusik komplett abgeschworen und mich viel mit "experimentellen " Klangmanipulationen und Präparationen am Schlagzeug beschäftigt – nicht zuletzt in zahlreichen und im besten Sinne lärmenden Improvisationskonzerten.

Meine schon immer sehr ausgeprägte musikalische Neugier haben mich nach Beendigung des Schlagzeugstudiums zur Beschäftigung mit Noise- & Avantgarderock, wenig später zur klassischen Moderne und Neuen Musik geführt (auch eigene Kompositionen, vornehmlich für Solo-Perkussion).
Diesen verschiedenen Vorlieben entsprechend, finden sich in meinem Spiel je nach Zusammenhang sowohl vehemente Hardcore-Ausflüge als auch der seriellen Musik ähnliche Texturen, wobei ich stets mit einem Bein im Free Jazz stehe. Inzwischen habe ich zunehmend Lust, auch mal wieder in einer lärmigen Avantgarde-Punk/Rock Band zu spielen :o)

Ich bin derzeit aktiv in folgenden Bands:

Uwe Oberg Quartett
mit Uwe Oberg (p), Georg Wolf (b), Matthias Schubert (ts)

Yahoos
mit Christof Thewes (tb) & Thomas Honecker (g)

Hubweber/Gramss/Fischer "The funny side of discreet”
mit Paul Hubweber (tb), Sebastian Gramss (b)

Veit/Prieur/Fischer
mit Cornelius Veit (g), Eugen Prieur (b)

Jürgen Wuchner Group
Jürgen Wuchner (b) mit wechselnden Besetzungen – z.B. Wollie Kaiser (reeds), Harry Beckett (tp)

Tom Heurich Trio
mit Tom Heurich (as), Georg Wolf (b)

Off Sheet Company
mit Sandra Krömer (ts), Michael Protzen (tb,g)

Frauke Kühner Quartett
mit Frauke Kühner (ts), Thomas Honecker (g), Udo Brenner (b)

sowie als Solist und in verschiedenen ad hoc-Ensembles

... und zu hören auf folgenden CDs:

1992 Talking to the Witch ("Brit-Pop"/Independent)
1993 Tallian Grey: "Born on the run” (Mainstream-Hard Rock)
1994 Landesjugendensemble für Neue Musik (auf einem Track: John Cage "Thirteen")
1996 Oberg/Wolf/Fischer: LO (Improvisierte Musik/Free Jazz, auf LEO-Records)
1997 Kunkel/Mühlhaus/Fischer (Free Jazz, CDR auf Orkestrion)
1999 Boeßner/Prieur/Fischer (Trash Jazz & Modern Jazz, CDR auf Orkestrion)
2000 Composer’s Voice (Modern Jazz)
2001 Yahoos (Trash Jazz, auf zero zero)
2002 Georg Boessner Trio: "No Way" (Modern Jazz, auf Orkestrion)
2002 Christof Thewes & Rudi Mahall/Quartetto Pazzo (auf 6 Tracks; Free Jazz, auf Jazz Haus Musik)
2002 Composer’s Voice: "Wabi Sabi" (Modern Jazz, auf Drops/Nabel)
2002 Uwe Oberg Quartett : "Dedicated” (mit Matthias Schubert; Post-Free Jazz, auf Jazz’n’Arts)
2003 F-Orkestra: "Compositions" ("Avantgarde" & Free Jazz, auf nurnichtnur)
2003 Jürgen Wuchner Group feat. Harry Beckett (zeitgenössischer Jazz)
2004 Veit/Prieur/Fischer (Free Jazz/Punk Jazz, auf Konnex)
2005 Jürgen Wuchner & friends (auf 3 Tracks; Modern Jazz, Werbe-Edition)
2005 Uwe Oberg Trio & Frank Gratkowski (Improvisierte Musik, auf Konnex)
2005 Tom Heurich Trio "Hotzen Session" (auf 4 Tracks; Free Jazz, auf Ayler Records - download only)

Pressestimmen

  • "Sehr schön hierbei die Kanten und Zacken, die der junge Jörg Fischer mit Stöcken und Besen auf seinem kärglich anmutenden Schlagzeug ins Profil der Klänge hieb. Hier versteckt sich niemand hinter Türmen von Equipment, nein, hier zeigt jemand schlicht und offen Format." (Darmstädter Echo)
  • "(Hans Tammen's Asphalt) führt mit Jörg Fischer aus Mainz einen jungen Schlagzeuger vor, den noch niemand auf der Rechnung hatte und der so kleinteilig, feinsinnig und souverän seine Arbeit tut, daß man aus dem Staunen kaum herauskommt." (H.J. Linke, Frankfurter Rundschau)
  • "Völlig undenkbar wäre das Ergebnis allerdings ohne den Ausnahmeschlagzeuger aus Mainz. Fischer geht das Wesentliche (...) nie verloren. (Kasseler Tageszeitung)
  • "...und erst der Schlagzeuger! Im Handhaben seiner perkussiven Ausstattung schienen keine Schranken seine Phantasie einzuengen." (Gießener Anzeiger)
  • "Stark in Fahrt gebracht (...) von dem fabelhaften Schlagzeuger Jörg Fischer... (Tageszeitung Mannheim)
  • "Mit Jörg Fischer, dem langen Lulatsch hinter dem Mini-Schlagzeug, einem jungen außerordentlichen Talent aus Mainz, trommelt ein Energiebündel, das klassische Jazzqualitäten aufs Vorteilhafteste mit schrägen modernen Klangspielereien und Feuerteufeleien verbindet." (Saarbrücker Zeitung)


Lehrer: Übersicht





Zurück zur Startseite des Musiklehrernetzwerk Wiesbaden.